Sprache / Language

Loading...

Henschel Hs123 A-1

Henschel Hs123 A-1

Hs123 A-1


  Modell  Hs123 A-1 
  Basistyp  Hs123  
  Kithersteller  Airfix  (Airfix:) Website: http://www.airfix.com
  Material  Plastik  
  Hersteller  Henschel  (Henschel:) Seit etwa 1920 beschäftigte sich die Familie Henschel mit dem Metall-Gewerbe und baute eine eigene Gießerei auf. Daraus entstand die renommierte Kasseler Henschel & Sohn AG, die vor allem durch ihre Lokomotiven bekannt wurde, aber auch durch LKWs. Anfang der 1930er Jahre suchte Henschel zur Ausweitung der Firma neue Produktmöglichkeiten. Henschel stellte ein Flugzeug-Entwicklungsteam unter Leitung von Dipl.Ing. F.Nicolaus auf. Am 30.3.1933 wurde die Henschel Flugzeugwerke AG gegründet. Firmensitz wurde Johannisthal bei Berlin. Man begann mit Lizenzproduktionen konnte aber bereits im Oktober 1933 mit dem Bau der ersten Eigenkonstruktion Hs 121 beginnen. 1934 begann man mit dem Bau eines größeren Geländes in Berlin-Schönefeld. Im Laufe des Krieges kamen einige Werke, teils auch unterirdisch, dazu.
1956 gründete Henschel die Henschel Flugzeugwerke AG (HFW) zur Wartung von Hubschraubern bei Kassel. 1970 übernahmen die VFW die Mehrheitsbeteiligung, 1981 dann MBB die VFW und damit auch Henschel. Der Hubschrauberbereich wurde herausgelöst, mit dem Messerschmidt-Hubschraubersegement zusammengelegt und wurde letztlich zu Eurocopter. Der verbliebene Bereich Getriebe wurde an ZF Friedrichshafen AG veräußert.(659)
  Herstellerland  Deutsch  (Deutsch:) RLM-Liste
  Betreiberland  Deutsch  
  Bauepoche  1 (Kindheit, 60/70er)   
  Themen  Schlachtflugzeug Stuka Interwar Wk2  (Schlachtflugzeug:) Flugzeuge zum taktischen Einsatz. Kann Überschneidungen mit Stuka und Jabo haben. Spezielle Panzerjäger wie A10 oder Ju87G werden hier auch eingereiht
(Stuka:) Sturzkampfbomber
(Interwar:) Zwischen WkI und WkII. Website mit Modellen zum Golden Age: http://www.wingsofpeace.net/gallery/Gallery_A.html
  Scale  1/72  
  TextDE  Das Flieger-As des 1.Weltkriegs Ernst Udet war von der US-Idee des Sturzbombers fasziniert und versuchte dies in den deutschen Behörden durchzusetzen. Die auf privates Betreiben entwickelte Hs 123 erwies sich in einer auf Udets Anstrengungen hin durchgeführten Ausschreibung als der beste Kandidat für ein Sturzkampfflugzeug.Allerdings wurde in einer nur etwas später ausgeschriebenen Anfrage ein moderner, zweisitziger Typ gefordert - was zur Ju 87 A führte. Das RLM akzeptierte die Hs 123 jedoch als Schlachtflugzeug. Im Juni 1934 hatte die V1 Erstflug, die Produktion endete 1937 (1941?). Allerdings wurden wegen der hohen Nachfrage 1942 aus Ersatzteilen nochmal 10 Maschinen zusammengesetzt.
Die Hs 123 erwies sich als äußerst robust, gut zu fliegen, hatte Jägereigenschaften und war eines der wenigen Muster, die im strengsten russischen Winter überhaupt noch flog. Erste Erfolge hatte sie im spanischen Bürgerkrieg, nahm dann an allen wesentlichen Feldzügen teil. Teilweise stiegen Piloten sogar von modernen Typen wir Bf 109E und dann Fw 190 sogar wieder auf die alten Doppeldecker um. Daher sollte eigentlich spät im Krieg die Produktion wieder aufgenommen werden, doch waren die Produktionsmaschinen bereits verschrottet und alle Unterlagen vernichtet worden.
Die Hs 123 kam als Angelito in der Legion Condor im spanischen Bürgerkrieg als Schlachtflugzeug und vereinzelt als Jäger zum Einsatz. Auch nach dem Bürgerkrieg wurden noch Maschinen geliefert. Die letzte (eine A-0) war noch Ende 1952 im Einsatz!
Für Portugal wurden 12 Hs 123 produziert, Portugal entschied sich dann aber aus politischen Gründen für die italienische Breda Ba.65.
Die portugiesischen Maschinen wurden dann nach China verkauft, das sie im Krieg gegen Japan einsetzte. Insbesondere fanden Einsätze gegen japanische Schiffe auf dem Jangtsekiang statt, so wurde ein japanischer Zerstörer beschädigt.
Die Hs 123 sollte nach Österreich geliefert werden, es kam wegen des Anschlusses Österreichs nicht mehr dazu.(534)(559)(560) 
  BaseVehicle  Flugzeug  

Vergleichbares in dieser Kategorie

Einzelnachweise

Referenzen(534) Rudolf Höfling: Henschel Hs 123, in Flugzeug Profile 42, Unitec Stengelheim 2005
(559) Luftfahrt International 2, März/April 1974
(560) Luftfahrt International 3, Mai/Juni 1974
(659) Manfred Griehl: typenkompass Henschel, Motorbuch Verlag Stuttgart 2011, ISBN 978-3-613-03337-5


Farblegende:
lime: Hervorragende Quelle, kaum Fehler
green: Sehr gute Quelle, kaum Fehler
schwarz oder blau: Qualität der Quelle noch nicht angegeben
orange: Gute Quelle, einige Fehler
red: Quelle enthält einige korrekte Angaben, ist in jedem Fall einzeln zu prüfen

Eine vollständige Liste von mir verwendeter Quellen befindet sich in Weiteres/Literatur